Antimikrobielles Kupfer

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Im Rahmen der Toxikologie wird Kupfer zu den essentiellen Schwermetallen gezählt. Das bedeutet, dass es einerseits in gewissen Konzentrationen für die meisten Organismen lebenswichtig ist. Andererseits wirkt das Metall bei einer Überdosierung toxisch. Gerade Algen, Bakterien oder Mikroorganismen reagieren schon auf geringe Mengen an Kupfer-Ionen äußerst sensibel. So haben Labor- und Feldversuche gezeigt, dass das Metall in vielen Bereichen Desinfektionsmittel ersetzen kann, die stets Nebenwirkungen, wie zum Beispiel eine Resistenzbildung, mit sich bringen. Entsprechend werden die Türklinken, Treppengeländern und Haltegriffen von Krankenhäusern oder öffentlichen Gebäuden immer häufiger aus Kupferlegierungen wie Messing hergestellt, um der Übertragung von Krankheitserregern entgegenzuwirken. Und auch in der Installationstechnik erweist sich der Einsatz von Rohren und Verbindungsstücken aus Kupfer oder Messing als sinnvoll. Sie wirken auf diverse Bakterien wachstumshemmend.

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